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Ein Engel im Rollstuhl
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Ein Engel im Rollstuhl
 
Der Roman kann ab sofort bestellt werden (siehe dazu "Kontakt und Bestellung").
 
Die Titelseite zeigt Ines Kiefer
 
und meinen Freund Mike. 

Leseprobe 1:

Nach einem Foul der Nummer 10 überschlägt er sich mehrmals und findet sich direkt vor der Tribüne wieder. Das Stadion hat keine Laufbahn und so sind die Zuschauer recht nahe am Geschehen. Chris ist etwas benommen und als sein Blick wieder klar wird, schaut er in zwei tiefblaue Augen, die ihn anstrahlen.

Du bist sicher ein Engel und ich bin diesmal geradewegs in den Himmel geflogen, stammelt er.

„Keineswegs. Ich bin kein Engel oder hast du schon mal Engel im Rollstuhl gesehen. Und du bist nicht im Himmel, sondern liegst hier auf dem Boden, während deine Mannschaft Fußball spielt. Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass du mehr liegst als stehst. Das ist eine komische Art Fußball zu spielen.“

Erst jetzt realisiert Chris, dass er neben einem Rollstuhl liegt. Er ärgert sich über die schnippische Art des Mädchens. Sein Stolz ist verletzt. Die  Röte steigt ihm ins Gesicht. Ruckartig erhebt er sich und rennt zurück auf den Platz.

„Du hast ihn verletzt und das weißt du. Mensch  Brigitte, warum musst du immer jedem vor den Kopf stoßen.“

„Ach, Rita, lass mich in Ruh.“

 

Leseprobe 2:

Und tuts gut?“ Chris spuckt ihm ins Gesicht. Der nächste Schlag explodiert an seiner Augenbraue. Blut tropft aus einer Platzwunde.

„ Jungs, verschwindet, der Spass ist vorbei.“

Wie durch einen Nebelschleier sieht Chris eine junge Frau auf sich zu kommen. Schlanke Gestalt, lange schwarze Haare, dunkle Augen.

„Ich lach mich gleich kaputt. Verschwinde, du Türkenluder. Sonst bist du die nächste. Wir sind gerade so gut in Form“

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren kommt sie näher. Die Männer lassen Chris los. Er fällt auf die Knie. Sein Schädel ist wieder einigermaßen klar und er stemmt sich hoch, um der mutigen Frau zu helfen, die sich ganz allein der Bande in den Weg stellt.

Keine Chance. Nach zwei, drei Schritten taumelt er und reißt beinahe Brigitte mit zu Boden.

Bleibt wo ihr seid. Ich besorgs dem Türkenweib als erster, dann kommt ihr dran Jungs.

Brutal zerrt der Anführer das Mädchen an ihren langen Haaren herum. Doch wider Erwarten wehrt sie sich gar nicht, sondern unterstützt die Bewegung noch, reißt dabei den Ellenbogen hoch und zerschmettert ihrem Peiniger die Nase.

Heulend geht er zu Boden. Blut läuft über sein Gesicht.

Das wirst du uns büßen.

Gleichzeitig stürzen sie sich auf sie.

Doch innerhalb von Sekunden liegen noch zwei Angreifer stöhnend auf der Erde.

Plötzlich blitzt ein Messer auf.

Ein hässlich knirschendes Geräusch. Danach ein langgezogener Schmerzensschrei.

Einer der Männer krümmt sich vor Schmerz. Die Klinge seines Messers hat die Hand durchdrungen und steckt tief in der Erde.

Der fünfte Mann verliert die Nerven und flüchtet mit seinem Hund.

Gelassen wendet sich die Fremde an die am Boden liegenden Männer.

„Jammert nicht und haut ab.“

Und tatsächlich! Die Männer helfen sich gegenseitig und verschwinden.

„Chris, sag doch was.“ Er sitzt vor Brigitte auf dem Boden und hält den Kopf. Brigitte packt ihn an den Schultern.

„Oh, bloß nicht schütteln.“

„Sind sie beide verletzt? Kann ich etwas für sie tun?“  Die Stimme der jungen Frau klingt besorgt.

„Mir geht es gut, Chris ist angeschlagen, aber hart im Nehmen. Und erst mal vielen, vielen Dank.“ 

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